{Rezension}Faber,Mia: Wolfsbaum: Eine irische Sage neu erzählt


Mia Faber | Kurzgeschichte | Erscheinung: 1.9.16 | Valkyren Verlag | 80 Seiten | Kaufen?

Inhalt

Morgan findet sein Leben eintönig - wenn nicht schon langweilig. Nichts wünscht er sich sehnlicher als, dass er sein Abenteuer findet. Als dann seine Großmutter verstirbt und er die Krieggöttin Morrígan verärgert, wird ein Fluch auf ihn gelegt. Ab da beginnt sein Abenteuer und die Erzählung der Sage der Entstehung Beddgelert.

Meine Meinung

Dies ist das zweite Buch, was im Valkyren Verlag erscheint und wie ihr wisst, bin ich hin und weg von dem Verlag. Das erste Buch war der absolute Wahnsinn und hat mich total überzeugt - so auch die Kurzgeschichte, die Anfang des Monats im Verlag erschien.

Das Buch startet mit der Erzählung der Sage um die Entstehung des Ortes Beddgelert, wird allerdings unterbrochen als die Kurzgeschichte in ihrem ersten Kapitel einsteigt. Ich war zunächst verwirrt, weil ich dachte, dass es mit der Erzählung der Großmutter weitergeht. Naja, das kommt davon, wenn man die Klappentexte vor dem Lesen nicht nochmal gründlich durchliest. Typisch Sara, würde ich sagen. Nachdem ich es dann gecheckt habe, kam ich gut mit. Typisch für Kurzgeschichten sind ja das relativ offene Ende und den Sinn dahinter - beides hier gegeben und der Sinn wurde sehr gut verstanden. Ich tu mich in Sachen Interpretation immer sehr schwer, aber hier war es herrlich einfach. Der Schreibstil ließ mich ebenso förmlich durch die Geschichte von Morgan fliegen.
Der Protagonist wächst von Seite zu Seite aus sich heraus und durchlebt eine Entwicklung, die man anfangs nicht von ihm gedacht hätte. Das macht ein gutes Buch und eine Kurzgeschichte aus, finde ich. Erst Recht eine Sage. Das Ende war auch sehr überraschend. Auch wenn es nicht im Guten endet, habe ich trotzdem was aus der Geschichte mitnehmen können.

Natürlich konnte ich es auch nicht lassen mich über die Sage und die Göttin zu informieren. Ich liebe Mythologie und erst recht, wenn sie in Büchern auftauchen. Besonders dann, wenn die Geschichte so strukturiert ist, dass man überall Parallelen findet. Die will ich nicht nennen, um euch ja gar nicht zu spoilern, aber die waren hier durchaus gegeben. Nur ein kleiner Tipp: Beddgelert bedeutet "Gelerts Grab".

Die Kurzgeschichte war lehrreich, hat einen wahren Kern und konnte mich mit ihrer Handlung, dem Protagonisten und den liebevollen Details vollkommen für sich gewinnen. Für jeden der etwas für Mythologie, Sagen und Erzählungen übrig hat!

Vielen Dank an den Valkyren Verlag, der an mich gedacht hat und mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

{Rezension}Cotugno,Katie: So geht Liebe


Katie Cotugno | Originaltitel: How to Love | Einzelband | Erscheinung: gebundene Ausgabe am 29.4.14 | Heyne Verlag | 320 Seiten | Kaufen?

Inhalt

Von einem Tag auf den anderen verschwand Sawyer von der Bildfläche. Für Reena ein kleiner Zusammenbruch, denn sie erwartete mit sechszehn Jahren ihre gemeinsame Tochter. Während Sawyer sich irgendwo rum treibt, dreht sich Reenas Leben um das Restaurant ihrer Eltern, ihrer Tochter Hannah und den kleinen Kursen des Colleges in der Nähe. Als dann auch noch Sawyer wieder auftaucht und so tut als wäre er nie weg gewesen, bringt es Reenas kleines, aber geordnetes, Leben durcheinander. 

Meine Meinung

Kein 0815 Young Adult Roman wie anfangs erwartet. Katie Cotugno schafft einen Roman, der fesselt, aber auch Aspekte aufzeigt, die die Vorurteile von Teenie Müttern umschmeißt!

Ich fühl mich wirklich geehrt, als eine Vorabexemplar-Gewinnerin, das Buch lesen zu dürfen. Es ist immer wieder etwas Besonderes ein Buch zu lesen, bevor es im Handel erhältlich ist.
Umso glücklicher bin ich, dass ich das Buch gar nicht so schlecht fand. Grundsätzlich bin ich eine fleißige Young Adult Leserin. Die Romane sind schnell gelesen und haben genau Liebesroman Aspekte drin, dass es zu meinen Favoriten gehören könnte.
Wenn man Glück hat, findet man einen besonderen Faktor in der Handlung - so wie auch hier, denn Reena hat ein Kind, *ACHTUNG BABY-SPOILER* von dem Sawyer nichts weiß.

Wo wir schon mal bei der Handlung sind: Die hat mich wirklich umgehauen. Ich kann verstehen, dass manche den Kopf geschüttelt haben beim Ende, aber es wurde alles so gut dargelegt, dass man um Reenas Hirn sich keine Sorgen musste. Ein großer Punkt, der mich wirklich für das Buch gestimmt hat, war, dass Reena auch mal kindlich auftrat. Dadurch, dass sie mit sechszehn schon Mutter wurde, hat sie ihre Kindheit früh beenden müssen und trotzdem meistert sie es irgendwie, wenn auch mit Unterstützung ihrer Stiefmutter. Das hat das alles irgendwie näher an der Realität gewirkt und, wie ihr wisst, ist mir dieser Punkt sehr wichtig.

Die Protagonisten an sich waren in Ordnung. Reena mochte ich ganz gerne, wie schon oben erwähnt. Endlich mal wurde eine Figur mit Charaktereigenschaften ihres Alters versehen. Wieso sollte sich eine typische 18 jährige wie eine 40 jährige aufführen nur weil sie ein Kind hat? Ein bisschen kindlich und dazu noch eine Portion Verantwortung und man habe eine Figur, die 18 Jahre alt ist und sich auch wie 18 verhält. Ich selber werde ja jetzt bald 18 und ich seh mich noch gar nicht richtig als Erwachsene an, da glaub ich nicht, dass Reena es anders als ich sieht, trotz der kleinen Hannah.
Sawyer mochte ich leider nicht so gerne. Irgendwie konnte ich ihm nicht abkaufen, dass von dem Kind nichts wusste. Seine Mutter wurde zwar sehr streng und eher kühl dargestellt, aber jede Mutter würde es ihrem Kind sagen, wirklich jede. Welche Ma will nicht, dass ihr Kind sich der Verantwortung stellt? Stattdessen entzieht seine Mutter sie ihm und bricht den Kontakt zu der Ex-Freundin ihres Sohnes ab?
Aber nicht nur das. Der gute Mann nimmt sich nach dem Tod seiner Freundin einfach sofort eine andere. Ich meine, was ist das? Ich würde trauern und nicht trauern und mir schon eine andere aufhalsen.
So hart es klingt, ist es aber trotzdem mein einziger Kritikpunkt. Die Schreibweise war nämlich perfekt für den Roman. Und um es nochmal zu erwähnen: Das neue Taschenbuch Cover ist einfach der Wahnsinn.

So geht Liebe ist das perfekte Buch für zwischendurch. Mit einer hinreißenden Geschichte und einer wunderbaren Protagonisten wirft Katie Cotugno alle Vorurteile gegenüber jungen Mütter um und entwirft ein kleines Erlebnis für den Leser, denn wir lachen, weinen und verdrehen die Augen bis die letzte Seite umgeschlagen wurde.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar! 

{Rezension}Oliver,Lily: Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver | Einzelband | Erscheinung: 1.9.16 | Knaur TB | 368 Seiten | Kaufen?

Inhalt

Gwen ist nach ihrer Herztransplantation vollkommen überfordert. Sie sieht es gar nicht als Geschenk, sondern als Bestrafung und hat gegenüber der Familie des Organspenders Gewissensbisse. In einem Forum sucht sie Hilfe und entscheidet sich ihr Herz an jemanden zu geben, der sich wirklich darüber freut. Noah, der Moderator der Seite, geht als Schein auf den Deal ein. Als dann Gwen vor seiner Tür steht, kann er es kaum glauben und lässt die junge Frau bei sich einziehen. Je mehr Tage vergehen desto mehr fühlt sich Gwen zu Noah hingezogen.

Meine Meinung

Ich hätte niemals nach dem Buch gegriffen, wenn Nicki es nicht doppelt erhalten hätte, und bin froh, dass ich so drauf aufmerksam wurde, denn Die Tage, die ich dir verspreche ist ein Roman, der Tage lang in deinem Kopf herumspuckt und so zu einem Erlebnis wurde, das ich nicht so schnell vergessen werde.

"Weil ich endlich mal was anderes anhabe als schlabbrige Hosen und ausgebeulte Pullis. Weil ich mich aufgerafft habe. Weil hübsch und gesund für viele Menschen das Gleiche ist."  (S. 55)

Zu Beginn des Romanes habe ich erstmal meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin Gwen gehabt, die eher Schuldgefühle anstatt Glücksgefühle nach einer - für sie notwendigen - Herztransplantation empfindet. Je mehr Seiten vergehen desto mehr erfahren wir aber über ihre Gedanken und als Leser konnte ich ihren Zwiespalt sehr gut verstehen. Sie wollte glücklich sein, konnte es aber nicht wegen der Schuldgefühle. Später dann spürte ich nur Bewunderung, dass sie selber ihr Leben in die Hand genommen hat und eine Lösung finden will. Bei Noah war ich skeptisch. Den Scherz oder die Ironie in der Mail, die er Gwen schickt, fand ich ein bisschen frech. Ob sie ein Fake ist oder nicht, kann er vorher nicht wissen. Da kommt dem Leser doch sofort die Was-wäre-wenn Fragen auf. Das hat den Protagonisten nicht gerade sehr sympathisch gemacht, aber durch sein Verhalten gegen Ende hat man es ihm dann etwas verziehen und als eine impulsive Handlung eingeordnet. Trotzdem wurde ich nicht mit dem jungen Mann warm. Außerdem erfahren wir als Leser nicht, wieso er ein Herzforum leitet, obwohl er selber keinerlei gesundheitlichen Probleme hat, keinen an Herzversagen verloren hat oder ähnliches.
Die Themenstellung die Lily Oliver sich widmet, ist eine sehr große momentan. Überall hört man Organspendeausweise und an sich ist man sich unsicher, ob man sich einen ausstellen lassen soll. Ich meine, wie hört es sich an, dass man nach seinem Tod erstmal aufgeschnitten wird, um alle Organe an andere Leute zugeben? Irgendwie gruselig, aber für die Menschen lebensnotwendig. Nach dem Buch werde ich mich auf jeden Fall schlau machen und mich genauer informieren, denn vorher hab ich mich keineswegs mit der Thematik beschäftigt.
Die Schreibweise der Autorin ist simpel gehalten und flüssig lesbar. Besonders Gwens Gedanken und Gefühle kamen an, insbesondere am Ende. Das was ich haben wollte. Lily Oliver schafft es, dass ich die Handlung nicht so schnell vergessen werde.

Alles in Allem, ein Roman mit vielen Gefühlen und detaillierten Gedanken. Leider wurde ich nicht so ganz warm mit den Protagonisten, aber die Handlung an sich, war sehr gut ausgearbeitet. Es bleibt eben nur die Frage, wieso Noah dieses Forum führt, aber das stelle ich mal hinten an. Auch in diesem Roman werden gegen Ende einige Tränen fließen. Das Ziel der Autorin müsste erreicht sein, denn ich glaube, dass viele sich nun über Organspenden, Blutspenden etc. informieren werden und somit auch etwas Gutes für unsere Menschheit tun werden.

{DOPPELRezension}Rayven, Leisa: Bad Romeo and Broken Juliet

Leisa Rayven | Originaltitel: Bad Romeo; Broken Juliet | Dilogie | Erscheinung: 23.1.13 & 22.10.15 | Fischer Verlag | 496 Seiten & 416 Seiten | Kaufen? {Band 1} {Band 2}

Inhalt

Cassie und Ethan - ein Paar voller Leidenschaft. Naja, zu mindestens auf der Bühne - im echten Leben leiden beide unter der Anziehungskraft, ihren Problemen und Ängsten. Als sie sich Jahre später auch noch in den Hauptrollen eines Stückes wieder treffen, weiß Cassie nicht was sie davon halten soll. Ihre alten Gefühle kommen wieder hoch und Ethan macht es ihr nicht grad leichter, denn er hat sich ein Ziel gesetzt: Er will Cassie zurück gewinnen, auch wenn es viel zu spät dafür erscheint.

Meine Meinung

Normalerweise mag ich keine Doppelrezensionen. Sie spoilern und sind so gar nicht Leserfreundlich, aber heute kommt die Ausnahme, denn es handelt sich hierbei um ein ReRead. Bad Romeo und Broken Juliet sind die perfekte Lektüre für zwischendurch mit einem Haufen Romantik und Gefühlen.

Nach dem Schulstart hatte ich so gar keine Zeit um zu lesen - zu mindestens nicht die Bücher, die ich gerne lesen wollen würde. Letztes Wochenende wollte ich aber eine richtige Romanze und da passte die Dilogie von Leisa Rayven genau in mein Beuteschema. 
Direkt nach dem Buch gegriffen konnte ich, wie beim ersten Mal, gar nicht mehr aufhören. Band 1 wurde Sonntag verschlungen, Band 2 folgte kurz darauf. Dadurch, dass die Romane sich einfach lesen lassen, kommt man gut voran. Die Schreibweise ist eher jugendlich gehalten und passt zu den Protagonisten, die zu dem Zeitpunkt der Geschichte auch noch ziemlich jung waren. Manch einer wird sagen, dass die Wahl der Sprache unangebracht ist und auch weggelassen werden könnte, aber da bin ich anderer Meinung. Da es hier um die Angst vor Gefühlen geht und die Protagonisten sich wirklich selber zerstört haben, sorgt die Ausdrucksweise der Protagonisten für eine Lockerung der Handlung. Dazu sorgt die Schreibweise für Humor und einen Hauch von Realität. Die Tagebuchseiten und die E-Mails, die mittendrin auftauchten, haben mir besonders gut gefallen, denn da kommen die Gedanken und Gefühle von Cassie und Ethan erst richtig zur Geltung.
Ein weiterer Pluspunkt waren für mich die Zeitsprünge. Als Leser erfährt man nicht sofort, was zwischen den zwei Charakteren geschehen ist, sondern tastet sich eher Stück für Stück heran, stellt Vermutungen auf und freut sich umso mehr wenn sie stimmen.  
Besonders gut haben mir auch die Protagonisten gefallen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass sich ein ständiges Hin und Her in der Beziehung eher negativ auf die Zukunft der Beziehung auswirkt, aber hier kann ich es sogar Ansatzweise nachvollziehen. Cassie ist eben verletzt und Ethan muss erstmal mit sich im Reinen werden und anschließend ist es umgekehrt und Cassie muss mit sich klar kommen.
Der Aspekt mit der Schauspielerei ist ein interessanter Faktor und hat mich ziemlich neugierig gemacht, sowohl früher als auch beim wiederholten Lesen. Ich hab des öfteren Bücher mit Schauspielern gelesen, aber dadurch, dass die Autorin auch Namen von Stücken und einige Szenen eingebaut hat, hat es mich besonders neugierig gemacht und ich glaube, dass ich einige von den erwähnten Stücken noch lesen werde. 

Broken Romeo and Broken Juliet ist eine Reihe voller Emotionen und Gefühlen. Die zwei Protagonisten sind zwar nichts außergewöhnliches, aber ihre Handlungen waren sehr gut nachvollziehbar. Der Humor, der durch die Schreibweise und den Nebencharaktere geschaffen wurde, war ein kleiner Bonus, der nochmal alles aufgelockert hat, so wie die Ausdrucksweise der Protagonisten. Meiner Meinung nach ist es eine Reihe für jeden der Young Adult Romane und Jugendromane mag. 

{Tag}Pokemon Go Book Tag



Lara von Bücherfantasien hat mich zu dem Pokemon Go Book Tag getaggt (zu ihrem Post gelangt ihr *hier*) und natürlich mache ich sofort mit. Vor allem wo es hier momentan so still ist, weil ich noch einiges für eine Aktion zu tun habe. Dann fangen wir mal an: